Nach 17 Tagen sind die Löscharbeiten beim Waldbrand in Eisbach-Rein nördlich von Graz beendet. Mehr als 2.500 Einsatzkräfte von Feuerwehren, Behörden, Unternehmen und weiteren Organisationen waren an der Bekämpfung des Großbrandes beteiligt. Einsatzleiter Hannes Koch sprach von einer großen Erleichterung nach dem offiziellen „Brand Aus“ und betonte die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten. Unterstützt wurde die Lage zuletzt durch Regenfälle, die zur Stabilisierung beitrugen.
Auch Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom dankte den Einsatzkräften für ihren professionellen und unermüdlichen Einsatz. Der Brand gilt als größter Feuerwehreinsatz in der Geschichte der Steiermark. Rund zwei Millionen Euro an Ressourcen und Material wurden eingesetzt. Das Feuer zerstörte etwa 70 Hektar Waldfläche, was ungefähr 100 Fußballfeldern entspricht.
Die Freiwillige Feuerwehr Mariazell wurde erstmals am 27. April 2026 zum Waldbrand nach Eisbach-Rein alarmiert und stand insgesamt drei Tage im Einsatz. Gemeinsam mit der MRAS Gruppe Nord Bruck/Mur unterstützten die Kräfte die Löscharbeiten im schwierigen Gelände. Unterstützt wurden die Einsatzkräfte von Bergrettung, Rotem Kreuz, Polizei, Forstarbeitern sowie sieben Hubschraubern. Drohnenpilot Pascal Zach von der FF Mariazell, Mitglied des Drohnenteams Bruck/Mur, führte mit einer Wärmebildkamera Erkundungsflüge durch, um versteckte Glutnester und Brandherde zu lokalisieren. Die erfassten Daten wurden anschließend an den Flugdienst weitergegeben, zusätzlich unterstützten gezielte Überflüge die Bodentrupps bei der Orientierung in Bereichen ohne Internetempfang.
Die Ermittlungen zur Brandursache laufen weiterhin. Nach aktuellem Stand wird jedoch von menschlichem Fehlverhalten als wahrscheinlichem Auslöser ausgegangen.
