Am Fronleichnamstag, dem 4. Juni 2026, kam es kurz nach der Beendigung der Fronleichnamsprozession, an der die FF Mariazell teilgenommen hatte, gegen Mittag im Gemeindegebiet von Mariazell zu einem Paragleiterunfall. Der Vorfall ereignete sich im Ortsteil St. Sebastian, konkret im Bereich Weißenbach im Waldgebiet rund um das „Kleinsonneck“, unweit der B20/Mariazellerstraße. Die Unfallstelle lag in einem dicht bewachsenen Waldstück direkt neben einer Forststraße, wodurch sie für die Einsatzkräfte gut erreichbar war.
Ein 31-jähriger Paragleiterpilot aus Oberösterreich war zuvor von der Gemeindealpe Mitterbach gestartet. Während des Fluges verlor er aus bislang ungeklärter Ursache die Kontrolle über seinen Gleitschirm, der teilweise einklappte. In weiterer Folge stürzte der Mann rund 200 Meter in die Tiefe. Mehrere Versuche, den Schirm wieder unter Kontrolle zu bringen, scheiterten, ehe er schließlich in etwa 25 bis 30 Metern Höhe in einer Fichte hängen blieb. Ein nachfolgender Pilot, der ebenfalls von der Gemeindealpe gestartet war, beobachtete den Absturz und verständigte die Einsatzkräfte.

Die Feuerwehr Mariazell rückte mit vier Fahrzeugen (KRFS, DLK 23/12, SRF und TLFA3000) und 15 Einsatzkräften zur Unfallstelle aus. Aufgrund der günstigen Lage nahe der Forststraße konnte die Rettung rasch eingeleitet werden. Mittels Drehleiter wurde der Paragleiter erreicht, während mit einer Motorsäge der Zugang im Baum freigemacht wurde. Der Mann konnte schließlich sicher aus seiner misslichen Lage befreit werden. Auch der Gleitschirm wurde geborgen.
Neben der Feuerwehr standen das Rote Kreuz Mariazellerland mit einem Notarzt sowie die Polizei Mariazell im Einsatz. Die ebenfalls alarmierte Bergrettung Mariazellerland konnte noch während der Anfahrt storniert werden.
Erstaunlicherweise blieb der 31-Jährige völlig unverletzt. Laut eigenen Angaben bezeichnete er sein Überleben als „Wunder“. Auch medizinische Untersuchungen bestätigten, dass keine Verletzungen vorlagen. Hinweise auf Fremdverschulden gibt es nicht.
Quelle: LFKUR Dr. Michael Staberl und Presseaussendung LPD Steiermark
Foto: FF Mariazell















